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Wie du mit notion-vorlagen und anki-karten eine semesterplanung erstellst, die wirklich funktioniert

Wie du mit notion-vorlagen und anki-karten eine semesterplanung erstellst, die wirklich funktioniert

Semesterplanung kann sich schnell überwältigend anfühlen: Module, Abgabefristen, Prüfungen, Präsenzzeiten, Arbeitsaufträge — und dann noch das Leben neben dem Studium. In den letzten Jahren habe ich einen Workflow entwickelt, der mir hilft, genau diese Komplexität zu bändigen: Ich kombiniere Notion-Vorlagen für die langfristige Strukturierung mit Anki-Karten für das tägliche, effiziente Lernen. In diesem Artikel erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie ich meine Semesterplanung mit diesen Tools erstelle — pragmatisch, wiederholbar und anpassbar.

Warum Notion + Anki?

Kurz und knapp: Notion ist großartig für Überblick, Planung und Dokumentation; Anki ist unschlagbar für das langfristige Behalten durch spaced repetition. Zusammen ergeben sie ein System, das sowohl die Makro- als auch die Mikroebene des Lernens abdeckt.

Notion bietet mir einen zentralen Ort, um Module, Deadlines, To‑Dos, Ressourcen und Notizen zu sammeln. Anki verwandelt diese Inhalte in wiederholbare Lernhäppchen, die mein Erinnerungsvermögen wirklich verbessern. Das Ergebnis: weniger Panik vor Klausuren, bessere Vorbereitung und ein kontinuierlicher Lernrhythmus.

Schritt 1: Semesterstruktur in Notion anlegen

Ich beginne mit einer einfachen Notion-Vorlage für das Semester. Du kannst eine eigene Seite bauen oder eine fertige Vorlage aus der Notion-Community importieren. Wichtige Elemente meiner Vorlage sind:

  • Semester-Übersicht: Start- und Enddatum, Prüfungszeitraum, Ferien und Blocktage.
  • Module-Datenbank: Name, Dozent, Credits, Prüfungsform (Klausur, Hausarbeit, mündlich), Bewertungsschlüssel, Meeting‑Zeiten.
  • Deadlines & Meilensteine: Abgaben, Prüfungsanmeldungen, Lernphasen (z. B. Wiederholungswoche).
  • Wöchentliche Planung: Platz für Aufgaben pro Woche und Prioritäten.
  • Ressourcen-Map: Links zu Skripten, Folien, Literatur, Videos, und relevanten Notizen.
  • Diese Datenbanken verlinken sich gegenseitig: Jede Modulseite zeigt automatisch die zugehörigen Deadlines und Ressourcen. So habe ich von jeder Projektseite aus den genauen Lernbedarf im Blick.

    Schritt 2: Meilensteine setzen und realistische Zeitblöcke planen

    Ein häufiger Fehler ist, zu viele Aufgaben vage aufzuschreiben. Ich arbeite deshalb mit konkreten Meilensteinen und realistischen Zeitblöcken:

  • Setze für jede Prüfung einen Lernbeginn — z. B. 6 Wochen vor der Klausur.
  • Teile größere Aufgaben (Hausarbeit, Präsentation) in klare Schritte: Thema festlegen, Literaturrecherche, Gliederung, Rohfassung, Feedback, Finalisierung.
  • Plane feste Lernblöcke in deinem Kalender (z. B. 90 Minuten Fokus, 15 Minuten Pause).
  • In Notion markiere ich diese Blöcke visuell: Farben für Priorität, Filter für die aktuelle Woche und eine Timeline-Ansicht für die großen Meilensteine.

    Schritt 3: Inhalte für Anki vorbereiten

    Jetzt wird’s praktisch: Aus deinen Notizen und Vorlesungsunterlagen extrahierst du Fragen und Fakten für Anki. Ich empfehle das Prinzip „Eine Idee = eine Karte“. So bleiben Karten klar und wiederholbar.

  • Typen von Karten, die ich nutze:
  • Faktenkarten (Definitionen, Formeln).
  • Konzeptkarten (Was ist der Unterschied zwischen X und Y?).
  • Anwendungsfragen (Kurzfall, Rechenbeispiel).
  • Cloze-Deletion (Lückentexte für komplizierte Sätze).
  • Beispiel: Aus einer Vorlesung über Statistik mache ich:

  • Faktenkarte: "Was ist die Definition von Varianz?"
  • Cloze: "Der Mittelwert ist {{c1::das arithmetische Mittel}} einer Stichprobe."
  • Anwendungsfrage: "Berechne Varianz für die Stichprobe {1, 2, 4}."
  • Schritt 4: Workflow — Von Notion zu Anki

    Die Verbindung ist kein automatischer Zauber, aber ich habe mir einen schnellen Workflow angewöhnt:

  • Während der Vorlesung oder beim Lesen markiere ich wichtige Sätze in Notion oder in meinem PDF-Reader.
  • Am Ende eines Tages lege ich 20–30 Minuten ein, um diese Markierungen in Anki-Karten umzuwandeln. So bleibt der Aufwand überschaubar.
  • Für jede Karte vermerke ich in Anki ein Tag-System: Modulname, Thema, Schwierigkeitsgrad. In Notion verlinke ich auf das Anki-Deck (z. B. mit einem Link oder einer Notiz "Deck: Statistik_SoSe26").
  • Wenn du viele PDFs hast, helfen Tools wie AnkiConnect oder Plugins zum Export — ich nutze auch manchmal AnkiMobile / AnkiWeb, um unterwegs zu wiederholen.

    Schritt 5: Tages- und Wochenroutine

    Planung ist nichts ohne Routine. Meine minimale Routine sieht so aus:

  • Täglich: 20–40 Minuten Anki (morgens oder abends). Diese Wiederholung ist nicht verhandelbar — sie ist der Motor des langfristigen Lernens.
  • Wöchentlich: 1 Stunde Review in Notion. Ich checke Deadlines, verschiebe Aufgaben, erstelle neue Anki-Karten aus frischen Notizen.
  • Monatlich: Großer Check — stehen neue Prüfungsdaten an? Muss ich Prioritäten ändern?
  • Diese Kombination garantiert, dass sich Notion um Planung kümmert und Anki um Erinnerung. Das reduziert Last-Minute-Paniken drastisch.

    Praktische Vorlagen und Einstellungen

    Ein paar Dinge, die mir das Leben leichter machen:

  • Notion-Template: Module-DB + Deadlines-DB + Weekly-Board. Nutze Filter, um nur die aktuellen Module anzuzeigen.
  • Anki-Settings: Passe die tägliche neue-Karten-Anzahl so an, dass du nicht überfordert bist (z. B. 20 neue Karten/Tag). Reduziere die maximale Wiederholung pro Tag, falls nötig.
  • Tags & Namenskonvention: Verwende "SS26_Statistik" als Präfix für Decks/Karten, so findest du alles schnell.
  • Typische Stolpersteine und wie ich sie löse

    Ein paar Probleme kenne ich aus eigener Erfahrung:

  • Zu viele neue Karten: Reduziere neue Karten pro Tag; priorisiere. Lieber wenige gute Karten als viele mittelmäßige.
  • Notion wird zur To‑Do‑Liste ohne Umsetzung: Setze feste Zeitblöcke in deinem Kalender für die Aufgaben aus Notion.
  • Karten ohne Kontext: Ergänze bei Bedarf kurze Hinweise oder Verlinkungen zur Modulseite in Notion, damit du den größeren Zusammenhang siehst.
  • Beispielwoche (als Tabelle)

    Montag Vorlesung + 20 min Anki; Notion: Wochenziele setzen
    Dienstag Lesen & Markieren; 30 min Karten erstellen
    Mittwoch Übungsaufgaben; 20 min Anki
    Donnerstag Gruppentreffen/Projekttime; Notion-Check
    Freitag Zusammenfassung Woche; 40 min Anki
    Wochenende Großer Review (1–2h) + Freizeit

    Wenn du möchtest, teile ich gern meine Notion-Template-Struktur oder ein Beispiel-Deck für Anki, das du importieren kannst. Schreib mir einfach, welches Fach oder welche Prüfungsform du planst — dann erstelle ich eine angepasste Vorlage.

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