Semesterplanung kann sich schnell überwältigend anfühlen: Module, Abgabefristen, Prüfungen, Präsenzzeiten, Arbeitsaufträge — und dann noch das Leben neben dem Studium. In den letzten Jahren habe ich einen Workflow entwickelt, der mir hilft, genau diese Komplexität zu bändigen: Ich kombiniere Notion-Vorlagen für die langfristige Strukturierung mit Anki-Karten für das tägliche, effiziente Lernen. In diesem Artikel erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie ich meine Semesterplanung mit diesen Tools erstelle — pragmatisch, wiederholbar und anpassbar.
Warum Notion + Anki?
Kurz und knapp: Notion ist großartig für Überblick, Planung und Dokumentation; Anki ist unschlagbar für das langfristige Behalten durch spaced repetition. Zusammen ergeben sie ein System, das sowohl die Makro- als auch die Mikroebene des Lernens abdeckt.
Notion bietet mir einen zentralen Ort, um Module, Deadlines, To‑Dos, Ressourcen und Notizen zu sammeln. Anki verwandelt diese Inhalte in wiederholbare Lernhäppchen, die mein Erinnerungsvermögen wirklich verbessern. Das Ergebnis: weniger Panik vor Klausuren, bessere Vorbereitung und ein kontinuierlicher Lernrhythmus.
Schritt 1: Semesterstruktur in Notion anlegen
Ich beginne mit einer einfachen Notion-Vorlage für das Semester. Du kannst eine eigene Seite bauen oder eine fertige Vorlage aus der Notion-Community importieren. Wichtige Elemente meiner Vorlage sind:
Diese Datenbanken verlinken sich gegenseitig: Jede Modulseite zeigt automatisch die zugehörigen Deadlines und Ressourcen. So habe ich von jeder Projektseite aus den genauen Lernbedarf im Blick.
Schritt 2: Meilensteine setzen und realistische Zeitblöcke planen
Ein häufiger Fehler ist, zu viele Aufgaben vage aufzuschreiben. Ich arbeite deshalb mit konkreten Meilensteinen und realistischen Zeitblöcken:
In Notion markiere ich diese Blöcke visuell: Farben für Priorität, Filter für die aktuelle Woche und eine Timeline-Ansicht für die großen Meilensteine.
Schritt 3: Inhalte für Anki vorbereiten
Jetzt wird’s praktisch: Aus deinen Notizen und Vorlesungsunterlagen extrahierst du Fragen und Fakten für Anki. Ich empfehle das Prinzip „Eine Idee = eine Karte“. So bleiben Karten klar und wiederholbar.
Beispiel: Aus einer Vorlesung über Statistik mache ich:
Schritt 4: Workflow — Von Notion zu Anki
Die Verbindung ist kein automatischer Zauber, aber ich habe mir einen schnellen Workflow angewöhnt:
Wenn du viele PDFs hast, helfen Tools wie AnkiConnect oder Plugins zum Export — ich nutze auch manchmal AnkiMobile / AnkiWeb, um unterwegs zu wiederholen.
Schritt 5: Tages- und Wochenroutine
Planung ist nichts ohne Routine. Meine minimale Routine sieht so aus:
Diese Kombination garantiert, dass sich Notion um Planung kümmert und Anki um Erinnerung. Das reduziert Last-Minute-Paniken drastisch.
Praktische Vorlagen und Einstellungen
Ein paar Dinge, die mir das Leben leichter machen:
Typische Stolpersteine und wie ich sie löse
Ein paar Probleme kenne ich aus eigener Erfahrung:
Beispielwoche (als Tabelle)
| Montag | Vorlesung + 20 min Anki; Notion: Wochenziele setzen |
| Dienstag | Lesen & Markieren; 30 min Karten erstellen |
| Mittwoch | Übungsaufgaben; 20 min Anki |
| Donnerstag | Gruppentreffen/Projekttime; Notion-Check |
| Freitag | Zusammenfassung Woche; 40 min Anki |
| Wochenende | Großer Review (1–2h) + Freizeit |
Wenn du möchtest, teile ich gern meine Notion-Template-Struktur oder ein Beispiel-Deck für Anki, das du importieren kannst. Schreib mir einfach, welches Fach oder welche Prüfungsform du planst — dann erstelle ich eine angepasste Vorlage.